Festung Krakau

„Festung Krakau” ist eine Destination für diejenigen, die ein wenig mehr Zeit in Krakau verbringen möchten und sich für Militärarchitektur interessieren.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Entscheidung getroffen, zwei Städte, die seit der dritten Teilung Polens 1795 nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt waren, mit einem Festungsring zu umgeben. Przemy??l (10 Kilometer von der heutigen ukrainischen Grenze entfernt) wurde zu der drittgrößten Festung Europas (nach Verdun und Antwerpen). Die Stadt wurde nie erobert, sie wurde nach einer Belagerung im Jahre 1915 der russischen Armee übergeben.
In Krakau entstand in dieser Zeit ein System von Befestigungen: Festungen, Straßen, Kasernen, Krakenhäuser, Pflanzengrün, um einzelne Objekte zu verhüllen. Sogar ein Flugplatz wurde entworfen, einer der ältesten Militärflugplätze Europas – Rakowice. 34 Festungen überstanden den Zweiten Weltkrieg und die schwierigen Zeiten danach. In den siebziger Jahren wurden viele Elemente der Verteidigungskonstruktionen wie: Kuppeln und Panzertürme, eingeschmolzen. Wozu? Um Denkmäler, wie das von Vladimir Lenin in dem Stadtteil Nowa Huta, zu gießen.
Erhalten geblieben ist zum Glück eins der interessantesten Forts – St. Benedikt-Fort in Form eines Artillerieturmes. Ähnliche Bauten sind in Ulm, Linz oder Werona zu finden. Das Krakauer Fort ist aber am besten erhalten.
Das Museum des polnischen Flugwesens entstand anstelle des alten Flugplatzes in Rakowice. Die Sammlung umfasst u.a. die Rümpfe der deutschen Flugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg (Halberstadt C1.II, Albatross C.I., Aviatik C.III und Roland D.VI).